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Mein Jakobsweg 2023-2024

70. Tag auf dem Jakobsweg – Buxy nach St. Gengoux-le-National

Von Buxy Richtung Saint-Gengoux-le-National 🍀

🌄 Dieser Tag auf meinem Weg

Ein schlechter Schlaf, eine Tasse Kaffee am Nachtlager und eine wunderschöne, hügelige Landschaft – so beginnt mein 70. Tag. Doch der angekündigte Regen lässt nicht lange auf sich warten. Am Nachmittag sitze ich bereits sicher im Zelt, während draußen Blitz, Donner und Regen ihre eigene Party veranstalten. Und am Ende hat selbst das Unwetter noch einen praktischen Vorteil. ⛈️🏕️😁

08:42 Uhr – „Solala“ geschlafen

Es ist 08:42 Uhr. Der Schlaf war jetzt nicht der Beste. „Solala“, beschreibe ich ihn mal.

Oder auf gut Deutsch gesagt – Scheiße.

Das lag natürlich am Essen vor dem Schlafengehen. Des Öfteren habe ich das bei mir schon beobachten können. Sobald ich am Abend nach der Tour etwas Deftiges wie gestern esse, ist es – AUS – mit dem guten Schlaf und der Erholung.

Zu viel Energie am Abend und das vor dem Schlaf ist komplett sinnfrei. Hoffentlich wird es in Zukunft besser. 😣

Die Tage zuvor war es nämlich deutlich besser. An diesen Tagen hatte ich mittags oder nachmittags herum das letzte Mal gegessen.

Heute zum Mittag wird es regnen und gewittern. Der Himmel ist bewölkt. Die Sonne kommt heute nicht durch.

Ich sitze noch am Nachtlager, mit einer Tasse Kaffee, und genieße den schönen Moment.

Schön ist es und richtig schön war es gestern.

Hügelig, wellig – eine interessant schöne Landschaft, die sich hier in Frankreich abzeichnet. 🏞️

15:53 Uhr – Die Party geht los ⛈️

Es ist 15:53 Uhr und draußen geht es immer mehr ab. Es regnet nicht wenig.

Ich aber bin schon in meinem Zelt verkrochen. Natürlich trocken und vor dem Regen sicher!

Ich habe es noch rechtzeitig aufgebaut.

Ich hoffe, dass der Wind nicht zu brutal wird. Nicht, dass mein Tarp davon geweht wird oder es an einer Stelle aufreißt. Das kann passieren.

Dann müsste ich in die Nässe raus. Das will ich nicht.

Jetzt donnert und blitzt es zusätzlich!

Oh mein Gott 😱 Die Party geht los. Wo ist das Popcorn?

Es scheint ungemütlicher zu werden. 😳😶😰

18:00 Uhr – Unwetter überstanden

Ich habe das Unwetter überstanden. Es war alles halb so schlimm.

Das Gute am Unwetter mit Blitz, Donner und Regen war: Es hat sich Wasser auf meinem Tarp gesammelt und ich konnte mich damit frisch machen. 😁

Es hat auch so seine Vorteile, so ein Konstrukt wie mein Zelt und ein zusätzliches Tarp dabeizuhaben.

Sonst würde sich kein Wasser auf dem Zelt sammeln können und ich hätte keinen Auffangbehälter, um mich an solchen Tagen ohne Fluss, Bach oder See frisch zu machen.

Tagesbilanz

KategorieTag 70
🚶‍♂️ StreckeBuxy bis vor Saint-Gengoux-le-National
👣 Schritte18.592
🏡 ÜbernachtungWildcamping
💶 Ausgabenkeine
👁️ Distanz bis Le Puy304 km
⛈️ Wetterbewölkt, starker Regen, Blitz & Donner
🏕️ Besonderheitrechtzeitig vor dem Unwetter das Lager aufgebaut
💧 Praktischer NebeneffektRegenwasser vom Tarp zum Frischmachen genutzt

Fazit des Tages

Heute zeigt mir der Jakobsweg wieder einmal, wie schnell sich ein Tag verändern kann.

Am Morgen sitze ich noch gemütlich mit meinem Kaffee am Nachtlager und denke über meinen schlechten Schlaf und die wunderschöne Landschaft der vergangenen Etappe nach.

Einige Stunden später liege ich bereits im Zelt, während draußen die große Gewitterparty beginnt.

Blitz, Donner, Regen – wo ist das Popcorn? 😱🍿

Zum Glück habe ich mein Lager rechtzeitig aufgebaut und bleibe trocken. Und irgendwie zeigt sich anschließend sogar noch die praktische Seite des Unwetters: Das Wasser sammelt sich auf meinem Tarp und wird kurzerhand zum Frischmachen genutzt.

Improvisieren gehört mittlerweile einfach zu meinem Alltag.

18.592 Schritte, keine Ausgaben und nur noch 304 Kilometer bis Le Puy. 🥾🍀

Und wieder ist ein Tag auf meinem Weg geschafft.

Buen Camino


Bilder des Tages 📸

Die Bilder des Tages können kaum wiedergeben, wie unglaublich und faszinierend diese Landschaft in Wirklichkeit war – gewaltige Weitblicke, beeindruckende Panoramen und immer wieder Momente, in denen ich einfach nur stehen bleiben und staunen musste.

Man muss es wahrscheinlich selbst gesehen haben, um dieses Gefühl wirklich zu verstehen. Für mich war es landschaftlich einer der unglaublichsten Tage auf meinem bisherigen Jakobsweg durch Frankreich. 🌄🇫🇷🥾

1800 km bis Santiago 😣

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