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Mein Jakobsweg 2023-2024

71. Tag auf dem Jakobsweg – Saint Gengoux le National bis Cortevaix 🏡

Von Saint-Gengoux-le-National bis Cortevaix

🌄 Dieser Tag auf meinem Weg

Die Nacht war wieder alles andere als erholsam – diesmal hielten mich bellende Hunde immer wieder wach. Trotzdem heißt es am späten Vormittag: weitergehen. Unterwegs wird jeder Sonnenstrahl genutzt, um mein Handy mit der Solarpanele zu laden. Am Abend reicht die Kraft schließlich nicht mehr bis 19 Uhr. Eine schöne Wiese wird zu meinem Nachtlager – verbunden mit einer großen Hoffnung: Heute bitte endlich besser schlafen! 🙏🥾

11:52 Uhr – Ich gehe JETZT meines Weges weiter

Es ist 11:52 Uhr. Ich gehe JETZT meines Weges weiter.

Die Nacht war auch heute mehr bescheiden als richtig gut. In der Nähe bellten fast die ganze Nacht immer wieder mal Hunde.

Das war echt nervig!

So langsam nerven mich die Hunde komplett an. Ich mag Hunde, aber nicht, wenn sie bellen. Und langsam mag ich sie bald nicht mehr.

Die Hunde tun mir nur leid, weil die Leute sich Hunde anschaffen und sich dann nicht mehr um sie kümmern.

Wofür brauche ich dann einen Hund?

So ein Schwachsinn, die armen Hunde. 😣

Ich bin genervt!

15:40 Uhr – Jeden Sonnenstrahl nutzen ☀️🔋

Ich mache etwas Pause und lade bei aktuellem Sonnenschein etwas die Batterie vom Handy auf.

Die Sonne muss ich nutzen, solange sie scheint.

Meine Powerbank ist nämlich letzte Woche kaputtgegangen. Ich habe jetzt NUR meine mobile Solaranlage und mein Handy.

Der Strom vom Handy geht leider schnell runter.

Daher: brutal gut, dass ich es von unterwegs aufladen kann!

18:09 Uhr – Für heute ist Schluss

Das Wetter ist grau und wirkt wenig erfreulich.

Eigentlich wollte ich ja bis 19 Uhr laufen. Ich bin aber zu müde, um weiterzulaufen.

Und ich mache daher auf einer schönen Wiese meinen Stopp für heute.

Ich relaxe noch ein wenig und hoffe, dass ich besser schlafe als die Tage zuvor. 🙏

Die Hoffnung stirbt zuletzt. 💪

Tagesbilanz

KategorieTag 71
🚶‍♂️ StreckeSaint-Gengoux-le-National bis Cortevaix
👣 Schritte24.638
🏡 ÜbernachtungWildcamping
💶 Ausgaben7,41 €
👁️ Distanz bis Le Puy289 km
😴 Nacht zuvorwenig erholsam
☀️ UnterwegsHandy mit Solarpanele geladen
🔋 AusrüstungPowerbank kaputt – Solaranlage übernimmt!!!
🌥️ Abendgrau und bewölkt
🏕️ Nachtlagerschöne Wiese bei Cortevaix

Fazit des Tages

Nicht jeder Tag auf dem Jakobsweg beginnt ausgeschlafen und voller Energie.

Nach einer weiteren schlechten Nacht bin ich heute ziemlich genervt. Vor allem die bellenden Hunde haben mir den Schlaf geraubt. Trotzdem geht es weiter – wenn auch erst um 11:52 Uhr.

Unterwegs zeigt sich wieder, wie wertvoll meine neue Solarpanele geworden ist. Seit meine Powerbank kaputt ist, bin ich auf die Sonne angewiesen.

Scheint sie, wird geladen. Jeden Sonnenstrahl mitnehmen! ☀️🔋

Am Abend merke ich schließlich, dass die Kraft für heute reicht.

Mein ursprünglicher Plan, bis 19 Uhr weiterzulaufen, wird gestrichen. Stattdessen finde ich eine schöne Wiese und mache dort mein Nachtlager.

24.638 Schritte sind schließlich auch genug.

Jetzt fehlen noch 289 Kilometer bis Le Puy.

Und für die kommende Nacht habe ich eigentlich nur einen Wunsch:

Endlich wieder richtig gut schlafen. 🙏

Buen Camino


Bilder des Tages 📸

Die Bilder des Tages zeigen diesmal nur wenige, dafür aber besondere Eindrücke meines Weges – eine alte Kirchenruine bei Bonnay, traumhafte Ausblicke über die französische Landschaft und den auffällig steinigen Lehmboden, der mir besonders in dieser vom Weinbau geprägten Region ins Auge gefallen ist. 🇫🇷🏚️🍇🌄

⛪ Gut zu wissen – Saint-Hippolyte bei Bonnay

Auf meinem Weg kam ich an den beeindruckenden Überresten von Saint-Hippolyte bei Bonnay vorbei. Was heute wie eine romantische Kirchenruine in der Landschaft steht, gehörte früher zu einem bedeutenden klösterlichen Anwesen der Abtei von Cluny.

Bereits im 11. Jahrhundert wird das Anwesen in den Urkunden von Cluny erwähnt. Es war damals ein großes landwirtschaftliches Zentrum, das unter anderem der Versorgung mit Wein, Holz und Getreide diente.

Die Kirche selbst stammt laut Informationstafel vom Beginn des 12. Jahrhunderts. Im 13. Jahrhundert wurde die Anlage befestigt und spielte damit auch eine strategische Rolle für die Abtei von Cluny. Im 15. Jahrhundert war das Anwesen schließlich weitgehend ruiniert und wurde von den Mönchen aufgegeben. 1580 ging es in Privatbesitz über.

Heute sind unter anderem noch Teile des Kirchenschiffs, des Querschiffs und des Chors sowie der markante Glockenturm erhalten.

Besonders interessant: Bonnay gehört zum europäischen Netzwerk der cluniazensischen Stätten. Damit erinnert dieser eher unscheinbare Ort am Wegesrand an den enormen Einfluss, den die Abtei von Cluny im Mittelalter weit über Burgund hinaus auf Europa hatte.


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