Von Saint-Symphorien-sur-Coise bis Saint-Galmier
🌄 Dieser Tag auf meinem Weg
Wieder liegt eine Nacht hinter mir und Le Puy kommt immer näher. Heute sind es vor allem die kleinen Begegnungen, die den Tag besonders machen: eine ältere wandernde Dame, mit der die Verständigung zwar schwierig ist, und später ein Paar, das genau im richtigen Moment auftaucht. Manchmal findet man seinen Schlafplatz – und manchmal findet der Schlafplatz einen selbst. 🍀🥾
11:32 Uhr – Erst einmal Bilder hochladen
Es ist 11:32 Uhr und ich lade gerade die Bilder der letzten Tage hoch.
Es dauert lange, bis die Bilder mal hochgeladen sind. Mir kommt es vor, dass das Internet nicht sonderlich schnell im Upload ist.
Aber so ist es.
Immerhin gibt’s das Internet.
So, auch diese Nacht ist vorbei und ich bereite mich für den weiteren Tagesmarsch vor.
Auch diese Nacht habe ich das Zelt mit meinem Gasherd beheizt. Ich glaube, heute ist etwas mehr Gas draufgegangen als gestern.
Aber immerhin war es warm und angenehm.
Die nächsten Tage soll die Temperatur in der Nacht über 10 Grad sein, dann werde ich das Gas nicht mehr brauchen.
Über 10 Grad ist es ja halbwegs akzeptabel.
💡 Meine damalige Zeltkonstruktion 🏕️
Bei meinem Zelt handelte es sich nicht um einen vollständig geschlossenen Raum. Durch die Bauweise gelangte ständig Frischluft hinein. Außerdem befand sich der Gaskocher nicht direkt in meinem Schlafbereich. Mein Schlafraum und der Bereich, in dem ich die Wärme erzeugte, waren voneinander getrennt.
Zusätzlich erwärmte ich einen Stein, der die gespeicherte Wärme noch eine Zeit lang abgab. Für mich funktionierte diese Konstruktion damals erstaunlich gut und machte die kalten Nächte wesentlich angenehmer.
Wichtig: Auch bei guter Belüftung bleibt der Betrieb eines Verbrennungsgeräts im oder unmittelbar am Zelt mit Risiken verbunden – insbesondere durch Kohlenmonoxid, Feuer und heiße Oberflächen. Meine damalige Lösung beschreibe ich deshalb als persönliche Erfahrung und nicht als allgemeine Empfehlung zum Nachmachen.
15:59 Uhr – Mein Französisch ist kacke 😅
Ich mache seit einer halben Stunde Pause und gleich geht es auch weiter.
Eine Frau spricht mich auf Französisch an, die gerade an mir vorbeiläuft.
Macht sie den Camino oder hat sie ihn schon mal gemacht?
Ich verstehe nur Bahnhof.
Mein Französisch ist kacke. Verstehe fast nichts. Leider.
Dennoch war es schön.
Es war eine nette ältere Dame, die scheinbar auch viel wandert.
19:40 Uhr – ein Schlafplatz aus dem Nichts 🍀
Ich bin an meiner unvorhergesehenen Destination, die urplötzlich, sozusagen aus dem Nichts erschien.
Aber wie ist es dazu gekommen? Ich bin also in Saint-Galmier und habe nach einem Platz Ausschau gehalten, als mich ein Pärchen im Auto angesprochen hat, ob ich denn einen Platz suchen würde.
Ich bestätige das, denn ich suchte ja einen Platz.
Was für ein Glück ich doch habe.
Damit hatte ich nicht gerechnet. 😊Jetzt kann ich beruhigend auf ihrem Grundstück übernachten und morgen in aller Frische weiterziehen.
Tagesbilanz
| Kategorie | Tag 87 |
|---|---|
| 📍 Etappe | Saint-Symphorien-sur-Coise bis Saint-Galmier |
| 👣 Schritte | 23.528 |
| 🏡 Übernachtung | Privatgelände |
| 💶 Ausgaben | keine |
| 👁️ Distanz bis Le Puy | 103 km |
| 🌡️ Ausblick | mildere Nächte angekündigt |
| 💬 Begegnung | nette ältere Wanderin |
| 🇫🇷 Herausforderung | französische Verständigung |
| 🍀 Überraschung | unerwartet einen Schlafplatz gefunden |
| 🎯 Nächstes großes Ziel | Le Puy rückt immer näher |
Nur noch 103 Kilometer bis Le Puy😊
Die Zahl wird langsam richtig interessant.
103 Kilometer.
Vor einigen Tagen waren es noch deutlich mehr, und jetzt steht Le Puy praktisch schon vor der Tür. Nach allem, was hinter mir liegt, wird damit mein nächstes großes Zwischenziel immer greifbarer.
Doch auch heute zeigt sich wieder, dass mein Jakobsweg nicht nur aus Kilometern besteht.
Da ist die ältere Dame, die mich auf Französisch anspricht. Ich verstehe kaum etwas – und trotzdem bleibt die Begegnung positiv in Erinnerung.
Und dann passiert am Abend etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe.
Fazit des Tages
Heute endet mein Weg anders, als ich es am Morgen hätte planen können.
Ich komme nach Saint-Galmier und suche wie so oft nach einem geeigneten Platz für die Nacht. Doch diesmal werde ich angesprochen.
Ein Pärchen sieht mich, erkennt offenbar meine Situation und fragt, ob ich einen Platz suche.
Und plötzlich ist meine Destination entschieden.
Nach 23.528 Schritten kann ich auf einem Privatgelände übernachten – und das sogar ohne Ausgaben.
Genau solche Situationen machen meinen Weg immer wieder unberechenbar, aber eben auch besonders.
Und dann ist da noch diese Zahl:
Nur noch 103 Kilometer bis Le Puy.
Die 100-Kilometer-Marke ist zum Greifen nah. 🥾🍀🌄
Buen Camino
Bilder des Tages 📷
Die Bilder des Tages zeigen wieder einige abwechslungsreiche Eindrücke meiner Etappe – von weiten Ausblicken über die französische Landschaft und kleinen Orten am Wegesrand bis zu den vertrauten GR-Markierungen und dem Zeichen von Santiago, die mir immer wieder zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Auch eine interessante Kirche gehörte heute zu den Motiven, die unterwegs meine Aufmerksamkeit geweckt haben. 🌄🐚⛪🥾











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