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Mein Jakobsweg 2023-2024

155. Tag – Ein weiterer Tag in Burgos 😴

Begegnungen am Ruhetag in Burgos

Es ist 12:01 Uhr. An meinem Ruhetag in Burgos sitze ich in einem Café.

An der Bar lerne ich Sarei kennen. Sie kommt aus Kolumbien und lebt seit vier Jahren in Spanien. Sie ist zwanzig Jahre alt, sehr aufgeschlossen und unglaublich freundlich.

Wir kommen etwas ins Gespräch. Sie spricht Englisch und ein paar Brocken Deutsch, die sie sich mit Duolingo angeeignet hat.

Am Morgen habe ich mich noch von Ken, dem Kanadier, verabschiedet. Er fährt heute nach Hause und bricht seinen Camino vorerst ab. Später möchte er ihn fortsetzen. Es gibt wohl einige Dinge zu klären. Genauer wollte ich nicht nachfragen. Alles muss ich schließlich nicht wissen.

Ken hat sich in der letzten Zeit stark verändert. Seit unserer ersten Begegnung sind wir vor ein paar Tagen etwas tiefer ins Gespräch gekommen, was das Eis zwischen uns deutlich aufgelockert hat.

Zu Beginn empfand ich ihn als sehr versteift und engstirnig. Das hat sich später massiv verändert. Unglaublich.

Er erzählte mir ein wenig von seinem Leben, seiner Arbeit und wie das Leben in Kanada so abläuft. Ich wiederum erzählte von meinem Leben, von dem, was ich mache und gemacht habe.

Heute dachte ich mir dann: Frag doch einfach nach seiner Nummer. Vielleicht verschlägt es mich irgendwann einmal nach Kanada. Dann hätte ich dort bereits einen Kontakt.

Danach habe ich Christiana wieder getroffen. Nachdem wir aus der Albergue ausgecheckt hatten, gingen wir gemeinsam auf einen Kaffee.

Wir verstanden uns außergewöhnlich gut.

Meine Eindrücke vom Ruhetag in Burgos 🤓

In vielen Bereichen haben wir ähnliche Sichtweisen und Themen, über die wir uns aus esoterischer und spiritueller Sicht austauschen konnten.

Ehrlich gesagt war ich völlig erstaunt und begeistert.

Unsere Gespräche drehten sich um Pyramiden, Kraftfelder, die Beziehung zum Göttlichen, die Verbindung zur Natur und die Wirkung großer Kathedralen auf uns Menschen.

Wir sprachen über den Raubbau an der Natur, über Kapitalismus, über arme und reiche Länder sowie darüber, wie wohlhabende Industriestaaten ärmere Länder beeinflussen.

Auch Themen wie Umweltverschmutzung, Medikamente, Hormone und deren mögliche Auswirkungen auf den Menschen kamen zur Sprache.

Es war beeindruckend, mit Christiana zu sprechen, die bereits viel von der Welt gesehen hat.

Am Nachmittag lief ich dann durch die Stadt Burgos.

Ich besuchte die berühmte Kathedrale Santa María und zwei archäologische Museen.

Besonders das Museum „Museo de la Evolución Humana“ war für mich unglaublich interessant und sehr beeindruckend.


Gut zu wissen 🧑‍🎓

Burgos ist nicht nur eine bedeutende Pilgerstadt auf dem Jakobsweg.

Mit der weltberühmten Kathedrale, der historischen Burg und den archäologischen Funden von Atapuerca zählt die Stadt zu den geschichtsträchtigsten Orten Spaniens.

Die Kathedrale von Burgos

Kathedrale von Burgos gilt als eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Spaniens.

  • Der Grundstein wurde bereits 1221 gelegt.
  • Der Bau dauerte mehrere Jahrhunderte.
  • Seit 1984 gehört die Kathedrale zum UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Besonders bekannt sind die filigranen Türme, die fast ein wenig an deutsche Kathedralen erinnern.
  • Viele Pilger betrachten den Besuch der Kathedrale als einen der Höhepunkte auf dem Camino Francés.

Interessant ist auch, dass dort das Grab des spanischen Nationalhelden El Cid und seiner Frau Jimena liegt.


Die Burg von Burgos

Castillo de Burgos steht auf dem Hügel oberhalb der Stadt.

  • Die ursprüngliche Festung wurde bereits im Jahr 884 errichtet.
  • Sie spielte während der Reconquista eine wichtige Rolle.
  • Heute sind vor allem Ruinen erhalten.
  • Von dort oben hat man einen hervorragenden Blick über Burgos und die Kathedrale.

Viele Pilger laufen gar nicht hinauf, weil sie nach der Etappe müde sind. Dabei gehört der Ausblick zu den schönsten der Stadt.


Burgos und der Jakobsweg

Burgos ist seit Jahrhunderten eine der wichtigsten Stationen auf dem Camino Francés.

  • Schon im Mittelalter machten hier Tausende Pilger Halt.
  • Die Stadt entwickelte sich dadurch zu einem wichtigen Handelszentrum.
  • Viele Hospize und Herbergen entstanden ursprünglich speziell für Pilger.

Wenn man heute durch die Altstadt läuft, bewegt man sich teilweise auf denselben Wegen, die bereits vor vielen Jahrhunderten von Pilgern genutzt wurden.


Das Evolutionsmuseum

Museo de la Evolución Humana

Das Museum gehört zu den bedeutendsten archäologischen Museen Europas.

Der Grund dafür liegt in den Fossilienfunden von Atapuerca, etwa 15 Kilometer östlich von Burgos.

Dort wurden einige der ältesten menschlichen Überreste Europas entdeckt, teilweise über 800.000 Jahre alt.

Deshalb gilt Burgos heute nicht nur als Pilgerstadt, sondern auch als einer der wichtigsten Orte der europäischen Menschheitsgeschichte.


🏃‍♂️Schritte: 20000

🏡Übernachtung: Albergue municipal

💶Ausgaben:

10,00 € – Übernachtung

Omg 🤯. Ich kann alle Ausgaben von diesem Tag gerade nicht aufzählen. Ich möchte diese später aber nachholen.


Pilger begrüßen sich auf dem Weg in verschiedenen Sprachen
Schon wenige Wörter öffnen viele Türen unterwegs.

Warum ein wenig Spanisch zu sprechen sich immer lohnt 🏆

Wenn dich Spanien begeistert und du die Sprache besser verstehen oder sogar selbst sprechen möchtest, kann es sich lohnen, frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen. Schon grundlegende Spanischkenntnisse können viele Begegnungen auf Reisen bereichern und den Alltag vor Ort deutlich erleichtern.

Gerade außerhalb der großen Städte wird nicht überall Englisch gesprochen. In kleineren Orten und Dörfern freuen sich viele Einheimische, wenn Besucher zumindest einige Worte Spanisch sprechen können. Oft öffnen bereits ein paar einfache Sätze Türen für interessante Gespräche, herzliche Begegnungen und authentische Einblicke in die Kultur. Man wird häufig anders wahrgenommen als der typische Tourist und erlebt das Land auf eine persönlichere Weise.

Eine interessante Möglichkeit dafür bietet das Sprachenlernprogramm Sprachenlernen24. Es eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene und vermittelt systematisch Wortschatz, Aussprache und wichtige Redewendungen für den Alltag, Reisen und Gespräche mit Einheimischen.

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Weitere Etappen meiner Reise 🗺️

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Inspirationen für deinen eigenen Jakobsweg?

Eine Pilgerreise verändert oft mehr als nur den Blick auf die Landschaft. Wer sich näher mit den Erfahrungen und Erkenntnissen des Jakobswegs beschäftigen möchte, kann von den Geschichten und Erlebnissen anderer Pilger wertvolle Impulse für den eigenen Weg mitnehmen.

Besonders interessant fand ich das E-Book „Bewusst auf dem Jakobsweg“ von Christoph Hermann. Darin teilt er seine Erfahrungen auf über 2.900 Kilometern Pilgerweg und gibt zahlreiche Impulse für Menschen, die sich auf den Weg machen möchten – sei es körperlich, mental oder spirituell.

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