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Mein Jakobsweg 2023-2024

133. Tag auf dem Jakobsweg – Etappe Larreule bis Argagnon 🌤️

Larreule nach Argagnon

🌄 Dieser Tag auf meinem Weg

Heute gibt es einen Moment, der für mich weit über diese einzelne Etappe hinausgeht. In Arthez-de-Béarn stehe ich plötzlich wieder genau dort, wo mein Jakobsweg im Corona-Jahr 2020 für mich zu Ende gegangen war. Mehr als drei Jahre später bin ich zurück – diesmal zu Fuß aus Deutschland kommend und mit unzähligen Kilometern in den Beinen. Und dann sehe ich in der Ferne auch noch die schneebedeckten Pyrenäen. Ein Anblick, der diesen Tag für mich besonders macht.

13:47 Uhr – Zurück in Arthez-de-Béarn

Es ist 13:47 Uhr. Ich bin in Arthez-de-Béarn.

Genau hier habe ich im Jahre 2020, in der schrecklichen Zeit, der Corona-Zeit, meinen damaligen Jakobsweg leider abbrechen müssen.

Ich als Nicht-Franzose war aufgefordert, das Land zu verlassen. Nach Spanien hineinzulaufen, war sehr unsicher. Es hieß, die Herbergen schließen oder sind dabei zu schließen.

Also entschloss ich mich mit einem anderen Pilger, wenn ich schon mal da bin, nach Frankreich hineinzulaufen.

Nach vier Tagen war der Jakobsweg in Frankreich aber auch schon zu Ende.

JETZT bin ich genau wieder an derselben Stelle, im selben Ort – Arthez-de-Béarn.

Mit dem Unterschied, dass ich schon ein schönes Stück gelaufen bin.

Die Pyrenäen liegen direkt vor mir 🏞️

Das Wetter ist heute sonnig. Es ist sehr schönes Wetter.

Frisch, kühl, aber sehr schön.

Von diesem Ort, an dem ich jetzt gerade bin, sieht man die schneebedeckten Pyrenäen.

Die Berge.

Wahnsinn.

Es ist ein faszinierender Anblick, das muss ich schon sagen.

Nach all den Kilometern liegen diese berühmten Berge, die man aus dem Geschichtsunterricht kennt, nun wieder tatsächlich vor mir.

21:24 Uhr – Abendessen in der Unterkunft 🍲

Wir hatten soeben Abendessen.

Es war ein gutes Essen. Es hat gut geschmeckt. Als Nachtisch gab es Apfelkuchen.

Die Unterkunft ist schön. Hier wurde alles selbst gemacht. Das Haus ist auf alt gemacht, dabei wurde es erst im Jahre 2000 fertiggestellt.

Die Besitzer haben zwei Hunde.

Tolle Hunde. Pelzige, knuddelige Tierchen. 😊

Es ist frisch in der Wohnung, aber gut.

Die Inhaber sind sehr nett.

Es wurde Französisch und Englisch gesprochen.

Wenigstens Englisch.

Darüber habe ich mich gefreut. 😄

Heute einmal nicht gemeinsam unterwegs

Der Tag selbst ist gut verlaufen. Die Landschaft war schön und abwechslungsreich.

Es ging durch einige Dörfer und auch durch den Wald.

Die Pyrenäen waren natürlich das Highlight des Tages.

Heute sind wir mal nicht in der Gruppe gelaufen.

David wollte gleich zu Beginn noch einmal kurz in der Kirche vorbeigehen. Wir restlichen Mitglieder – Giom, Franky und ich – haben uns auf den Weg gemacht und waren die erste Stunde zusammen unterwegs.

Später haben wir uns getrennt.

Ich wollte etwas für mich sein und eine Atemübung machen. Giom und Franky sind weitergegangen.

Und am Ende fanden wir uns wieder 😊

Irgendwann, wie durch ein Wunder, haben wir uns zum Schluss wieder zusammengefunden – ich, Giom und Franky – und sind auf einen Kaffee in die Bäckerei gegangen.

David ist ganz spät in der Unterkunft eingetroffen.

Da waren wir schon alle geduscht und fertig.

So war am Ende doch wieder die ganze Gruppe zusammen.

Tagesbilanz

KategorieTag 133
🥾 EtappeLarreule → Argagnon
🏃‍♂️ Schritte37.628
☀️ Wettersonnig, frisch und kühl
🏔️ HighlightBlick auf die schneebedeckten Pyrenäen
📍 Besonderer OrtArthez-de-Béarn – Rückkehr an den Ort meines Abbruchs von 2020
🤝 Unterwegs mitGiom, Franky und David
🏡 ÜbernachtungGîte
🛏️ Übernachtung40,00 €
🥐 Bäckerei17,30 €
💶 Ausgaben gesamt57,30 €
👀 Distanz bis zur Grenzenicht angegeben

Fazit des Tages

Heute war nicht einfach nur eine weitere Etappe auf meinem Jakobsweg.

Arthez-de-Béarn hat für mich eine ganz besondere Bedeutung.

2020 musste ich hier meinen damaligen Weg unter völlig anderen Umständen abbrechen. Damals wusste niemand so richtig, wie es mit Corona weitergehen würde, Herbergen schlossen über Nacht und mein Jakobsweg war plötzlich vorbei.

Und heute stehe ich wieder hier.

Am selben Ort.

Nur mit dem einen Unterschied, dass ich diesmal schon ein verdammt langes Stück Weg hinter mir habe.

Dann dieser Blick auf die schneebedeckten Pyrenäen. Nach all den Monaten und Kilometern sehe ich die Berge nun tatsächlich direkt vor meinen Augen.

Auch der Rest des Tages passte irgendwie dazu.

Wir gingen zeitweise getrennte Wege, ich nahm mir Zeit für mich und meine Atemübung – und am Ende fanden Giom, Franky und ich trotzdem wieder zusammen.

Vielleicht muss man nicht immer gemeinsam laufen, um gemeinsam anzukommen. Es reicht, wenn man ein gemeinsames Ziel hat.

Heute schließt sich für mich ein Kreis.

Und gleichzeitig geht der Weg weiter. 🥾🏔️

Buen Camino


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