Etappe von Logroño nach Nájera – Pause in Navarrete
Zeit: 12:12 Uhr. Ich und Zoi sind seit vier Stunden unterwegs.
Wir machen einen kurzen Halt in Navarrete in einer Tapas-Bar. Wir snacken eine Kleinigkeit. Ich trinke einen Kaffee, Zoi trinkt eine Cola.
Zusätzlich erlaube ich mir ein leckeres Tapas mit Ei und Speck im Brötchen sowie zum Kaffee ein süßes Stückchen mit Schokolade im Inneren. Alles zusammen schmeckt richtig lecker.
Zoi war mit ihrer Wahl nicht zufrieden und bestellte sich etwas anderes mit Hühnchen im Brötchen. Ich kostete ihre erste Wahl und fand sie ebenfalls nicht lecker. Es war etwas mit Kuhmagen. Es sah nicht schlecht aus, aber geschmacklich war es einfach nicht meins.
„Manchmal sind es die kleinen Pausen mit einem Kaffee und etwas Gutem zu essen, die einen Pilgertag besonders machen.“
Etappe von Logroño nach Nájera – Ein langer Weg mit Höhen und Tiefen
Zeit: 20:22 Uhr
Ich bin in Nájera, in einer Albergue Municipal. Die Nacht kostet sechs Euro auf Spendenbasis. Man darf natürlich auch gerne mehr geben, wenn man kann und möchte.
Nun kommen wir zum Tag. Der Tag war sehr anstrengend. Es ging schleppend los. Zu Beginn musste ich mehrere Pausen machen. Ich hatte Probleme mit meiner linken Hüfte. Bis ich einmal warm geworden war, vergingen mehrere Stunden. Danach ging es halbwegs und ich konnte einigermaßen laufen.
Zum Ende hin fing dann auch noch der linke Fuß an weh zu tun. Es war nicht einfach. Wir waren froh, in der Albergue angekommen zu sein.
Unterwegs trafen wir Ken aus Kanada. Ab etwa der zweiten Hälfte des Tages liefen wir gemeinsam weiter.
Heute war das Wetter richtig schön. Ich musste sogar mein Shirt ausziehen. Es war einfach zu warm in der prallen Sonne.
Katzen, schöne Ausblicke und besondere Momente
Später begegneten uns einige Katzen. Ich glaube, es war eine ganze Katzenfamilie. Da ich Leckerlis dabeihatte – eigentlich für Hunde – und die Katzen uns nicht mehr von der Seite wichen, entschloss ich mich, die Leckerlis an sie zu verfüttern.

Die Katzen haben sich riesig gefreut und mir die Leckerlis fast aus der Hand gerissen. Das war ein besonderes Erlebnis. Wir drei haben alle gelacht und uns sehr über diesen Moment gefreut.
„Die Katzen haben sich so gefreut, dass sie mir die Leckerlis fast aus der Hand gerissen haben.“
Die Landschaft war nicht ganz so spektakulär wie an den vergangenen Tagen, da der Weg zeitweise neben der Autobahn beziehungsweise neben der stark befahrenen Straße verlief.🙄
Dennoch gab es auch heute schöne Momente mit tollen Ausblicken auf die umliegenden Berge in der Ferne. Einige waren noch schneebedeckt, andere nicht.
Mit Zoi konnte ich mich mithilfe von Google Translate wieder recht gut unterhalten. Zum Mittag hin gingen wir gemeinsam in eine Tapas-Bar in Navarrete.
Außerdem besuchten wir zusammen eine Kirche in Navarrete.
Es ist völlig faszinierend, wie die Spanier ihre Kirchen gestalten. Mir hat es schier die Sprache verschlagen. Es war einfach überwältigend.
„Mir hat es schier die Sprache verschlagen. Es war einfach überwältigend.“
Ankunft in der Albergue von Nájera 🛏️
In der Albergue empfingen mich Ingrid aus Holland und John aus Amerika (Ohio). Mit beiden hatte ich eine gute Unterhaltung.
John sprach ein hartes amerikanisches Englisch.
Das fand ich richtig cool. 😎
Beide arbeiten als Freiwillige in der Herberge und unterstützen dort die Pilger als Hospitaleros.
🏃♂️Schritte: 44546
🏡Übernachtung: Albergue Municipal
💶Ausgaben:
8,50 € – Tapas, Café
10,00 € – Übernachtung

Nájera – Die ehemalige Königsstadt am Jakobsweg
Nájera gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten auf dem Camino Francés. Im Mittelalter war die Stadt zeitweise sogar die Hauptstadt des Königreichs Navarra und spielte eine wichtige Rolle während der Reconquista.
Besonders bekannt ist Nájera für das Kloster Santa María la Real. Der Legende nach entdeckte König García III. bei einer Jagd in einer Höhle eine Marienfigur, eine Glocke, eine Lampe und Lilien. Dieses Erlebnis bewegte ihn dazu, an dieser Stelle ein Kloster zu errichten, das heute zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten am Jakobsweg zählt.
Noch heute führt der Camino direkt durch die Altstadt von Nájera und erinnert daran, dass die Stadt seit fast tausend Jahren Pilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela empfängt.

Warum ein wenig Spanisch zu sprechen sich immer lohnt 🏆
Wenn dich Spanien begeistert und du die Sprache besser verstehen oder sogar selbst sprechen möchtest, kann es sich lohnen, frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen. Schon grundlegende Spanischkenntnisse können viele Begegnungen auf Reisen bereichern und den Alltag vor Ort deutlich erleichtern.
Gerade außerhalb der großen Städte wird nicht überall Englisch gesprochen. In kleineren Orten und Dörfern freuen sich viele Einheimische, wenn Besucher zumindest einige Worte Spanisch sprechen können. Oft öffnen bereits ein paar einfache Sätze Türen für interessante Gespräche, herzliche Begegnungen und authentische Einblicke in die Kultur. Man wird häufig anders wahrgenommen als der typische Tourist und erlebt das Land auf eine persönlichere Weise.
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Weitere Etappen meiner Reise 🗺️
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Inspirationen für deinen eigenen Jakobsweg?
Eine Pilgerreise verändert oft mehr als nur den Blick auf die Landschaft. Wer sich näher mit den Erfahrungen und Erkenntnissen des Jakobswegs beschäftigen möchte, kann von den Geschichten und Erlebnissen anderer Pilger wertvolle Impulse für den eigenen Weg mitnehmen.
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