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Mein Jakobsweg 2023-2024

151. Tag – Tour v. Najera bis Santo Domingo 🌥️

Etappe von Nájera nach Santo Domingo

Gemeinsam unterwegs

Es ist 13:31 Uhr. Ich bin in Cirueña, das sind noch etwa zwei gemütliche Stunden bis Santo Domingo, meinem heutigen Endziel.

Den Morgen über, bis kurz zuvor, bin ich zusammen mit Zoi gelaufen. Zoi ist wirklich witzig. Sie versteht Humor und nimmt nicht alles furchtbar ernst. Außerdem lacht sie gerne. Es macht Spaß, mit ihr zu laufen. Ich behaupte sogar, wir verstehen uns richtig gut. Zudem ist es sehr interessant, sich mit ihr zu unterhalten.

Es ist, als würden wir uns langsam näherkommen. Wenn wir etwas nicht wissen oder nicht wissen, wie man etwas sagt, nutzen wir Google Translate. Ich hätte niemals gedacht, dass das so interessant sein kann. Ich mag Zoi. Vielleicht mag ich sie sogar mehr als gewöhnlich? Schwierig zu sagen, man kennt sich ja noch nicht so gut.

Begegnungen kurz vor Santo Domingo de la Calzada

„Ich hätte niemals gedacht, dass es so interessant sein kann, sich mit jemandem über Google Translate zu unterhalten.“

In dem Café, in dem ich gerade bin, sprechen mich Einheimische an. Ich komme mit einer älteren Frau und einem Herrn ins Gespräch. Ich war verwundert, denn beide konnten Deutsch sprechen.

Der Sohn des Herrn war von meinem Militärhut begeistert. Ich verneinte natürlich, dass ich beim Militär bin.

Santo Domingo de la Calzada liegt vor mir😊

Zeit: 14:37 Uhr

Ich erreiche Santo Domingo. In wenigen Minuten werde ich in der Stadt ankommen. Der Ausblick auf die Stadt und die umliegende Bergkette ist grandios.

Vor mir erstreckt sich ein Weg, der direkt in die Stadt führt. Es fühlt sich an, als wäre dieser Weg ein roter Teppich, der extra für mich ausgelegt wurde, damit ich wie ein Prinz in die Stadt einkehren kann.

In weiter Ferne sehe ich links einen Berg, der von hier aus wie eine Pyramide aussieht. Ob es tatsächlich eine ist, weiß ich nicht. Ich werde gleich einmal im Internet nachschauen, ob es dazu weitere Informationen gibt.

„Es fühlte sich an, als wäre der Weg nach Santo Domingo ein roter Teppich, der mich direkt in die Stadt führt.“

Ein ruhiger Abend in Santo Domingo de la Calzada

Zeit: 20:35 Uhr

Ich bin schon lange in der Albergue und liege mittlerweile im Bett. Zoi liegt ein Bett neben mir. Ich bin irgendwie erschöpft und müde. Die Gefühle und Gedanken, die ich heute Mittag hatte, sind inzwischen verflogen.

Wir waren noch eine Runde durch die Stadt spazieren. Die Stadt ist schön und lädt an vielen Stellen zum Verweilen ein.

Um die Kathedrale zu besichtigen, muss man fünf Euro bezahlen. Da es schon recht spät war – es war etwa Viertel nach sieben – haben wir uns dagegen entschieden.

Zum Mittag wollte ich noch eine Sache festhalten, dass ich bereits kurz vor vier Uhr in der Albergue angekommen bin. Die Läden hatten aber bereits leider geschlossen. 😞

Zwei Pilger auf dem Jakobsweg während einer gemeinsamen Etappe
Unterwegs mit Zoe aus Korea

Zoi hat versucht, mich anzurufen und mir Nachrichten zu schreiben. Leider konnte sie mich nicht erreichen. Wie so oft ist mein Telefon gegen Ende des Tages nicht mehr erreichbar. Ich musste Energie sparen und hatte das Internet ausgeschaltet.

Sie versuchte, mich über WhatsApp zu erreichen. Ich habe es viel zu spät gesehen. In der Zwischenzeit hatte sie bereits entschieden, Salat, Brot und ein paar andere Kleinigkeiten einzukaufen.

Ich fand das richtig lieb von ihr und bedankte mich.

Wir aßen gemeinsam eine Kleinigkeit am Tisch. Ich machte mir ein Brot mit Frischkäse, Salat, Wurst und einen Tee. Viel Hunger hatte ich zwar nicht, geschmeckt hat es trotzdem.

„Ich fand es richtig lieb, dass Zoi für uns eingekauft hatte.“

Kenn, der Kanadier, ist später ebenfalls in der Albergue angekommen. Außerdem sind noch weitere Pilger eingetroffen. Zwei waren bereits vor uns da. Insgesamt sind wir heute acht Pilger in der Albergue.


🏃‍♂️Schritte: 35956

🏡Übernachtung: Albergue

💶Ausgaben:

0,80 € – Kaffee
0,80 € – Kaffee
10,5 € – Snack, kleiner Shop
3,75 € – Santiago Pins
8,10 € – Snack, Kaffee (Ciruena)
13,00 € – Übernachtung

👀Distanz nis Santiago: 554 km


Darstellung der Legende der zwei Hühner in Santo Domingo
Die Legende der zwei Hühner von Santo Domingo

Santo Domingo – die Stadt der Hühner und Pilger 🐔

Santo Domingo de la Calzada zählt zu den bekanntesten Pilgerorten auf dem Camino Francés. Die Stadt wurde nach dem Heiligen Domingo García benannt, der im 11. Jahrhundert Brücken, Straßen und Herbergen für Pilger errichten ließ und damit den Jakobsweg sicherer machte.

Besonders berühmt ist Santo Domingo jedoch für das sogenannte Hühnerwunder. Der Legende nach wurde ein junger Pilger zu Unrecht des Diebstahls beschuldigt und zum Tode verurteilt. Durch die Fürsprache des Apostels Jakobus überlebte er jedoch auf wundersame Weise. Als die Eltern die Nachricht überbringen wollten, soll ein Richter geantwortet haben, ihr Sohn sei genauso lebendig wie die gebratenen Hühner auf seinem Teller.

In diesem Moment erhoben sich die Hühner und begannen zu krähen.

Zur Erinnerung an dieses Wunder werden bis heute lebende Hähne und Hühner in der Kathedrale von Santo Domingo de la Calzada gehalten – eine weltweit einzigartige Tradition entlang des Jakobswegs.

Pilger aus verschiedenen Ländern unterhalten sich fröhlich unterwegs
Sprache schafft Nähe – auch mit wenigen Worten.

Warum ein wenig Spanisch zu sprechen sich immer lohnt 🧑‍🎓

Wenn dich Spanien begeistert und du die Sprache besser verstehen oder sogar selbst sprechen möchtest, kann es sich lohnen, frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen. Schon grundlegende Spanischkenntnisse können viele Begegnungen auf Reisen bereichern und den Alltag vor Ort deutlich erleichtern.

Gerade außerhalb der großen Städte wird nicht überall Englisch gesprochen. In kleineren Orten und Dörfern freuen sich viele Einheimische, wenn Besucher zumindest einige Worte Spanisch sprechen können. Oft öffnen bereits ein paar einfache Sätze Türen für interessante Gespräche, herzliche Begegnungen und authentische Einblicke in die Kultur. Man wird häufig anders wahrgenommen als der typische Tourist und erlebt das Land auf eine persönlichere Weise.

Eine interessante Möglichkeit dafür bietet das Sprachenlernprogramm Sprachenlernen24. Es eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene und vermittelt systematisch Wortschatz, Aussprache und wichtige Redewendungen für den Alltag, Reisen und Gespräche mit Einheimischen.

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Weitere Etappen meiner Reise 🗺️

Wenn du meinen Weg bis zum Ende verfolgen möchtest, könnten dich diese Beiträge ebenfalls interessieren:


Inspirationen für deinen eigenen Jakobsweg?

Eine Pilgerreise verändert oft mehr als nur den Blick auf die Landschaft. Wer sich näher mit den Erfahrungen und Erkenntnissen des Jakobswegs beschäftigen möchte, kann von den Geschichten und Erlebnissen anderer Pilger wertvolle Impulse für den eigenen Weg mitnehmen.

Besonders interessant fand ich das E-Book „Bewusst auf dem Jakobsweg“ von Christoph Hermann. Darin teilt er seine Erfahrungen auf über 2.900 Kilometern Pilgerweg und gibt zahlreiche Impulse für Menschen, die sich auf den Weg machen möchten – sei es körperlich, mental oder spirituell.

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