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Mein Jakobsweg 2023-2024

168. Tag – Tour v. Rabanal del Camino bis Molinaseca 🌞

Etappe von Rabanal del Camino nach Molinaseca

Durch die Berglandschaft

Es ist 17:44 Uhr. Julian und ich sind in Molinaseca in der Albergue Señor Oso angekommen. Auf der Etappe von Rabanal del Camino nach Molinaseca haben wir heute eine beeindruckende Berglandschaft durchquert.

Die Nacht kostet 13 Euro. Die Albergue wirkt schön und ordentlich.

Der Tag selbst ist wunderschön gewesen und es war nicht zu kalt. Die Sonne schien. Die Landschaft war grandios. Ich bin durch eine Berglandschaft hindurchgewandert. Es war ruhig und, wie gesagt, sehr beeindruckend. Es war wie eine andere Welt, in die man abgetaucht ist.

Am höchsten Punkt der Strecke, auf rund 1.400 Metern über dem Meeresspiegel, gab es ein Kreuz, an dem die Pilger ihre Wünsche, Gebete und Segnungen hinterlassen. Ich hinterließ ebenfalls etwas – eine Nachricht in schriftlicher Form.


Eindrücke auf der Etappe von Rabanal del Camino nach Molinaseca

Danach ging es langsam, aber stetig, immer weiter bergab. Die Aussicht und die umliegende Landschaft waren grandios und wunderschön. Wie in einem Märchen.

Ich zog an zwei oder drei Dörfern vorbei, die wie ausgestorben wirkten. Zu dieser Jahreszeit läuft hier nämlich nicht viel, denke ich. Wobei man darüber eigentlich gar nicht nachdenken muss – man sieht es. Fast alle Rollläden sind heruntergelassen.

In Molinaseca angekommen, gehe ich die Straße entlang, dann links über die Brücke und schließlich in die erste Bar auf der rechten Seite hinein, um mich etwas aufzuwärmen und einen Kaffee zu trinken.

In der Bar treffe ich wieder Julian, den Kanadier. Eigentlich wollte ich noch weiterlaufen. Aber irgendwie entschied ich mich doch, hier in Molinaseca zu bleiben und in der Albergue namens „Señor Oso“ zu übernachten.

Die Albergue ist, wie gesagt, nicht schlecht, sauber und macht insgesamt einen ordentlichen Eindruck. Zu Beginn war es allerdings eisig kalt.


Begegnungen auf der Etappe von Rabanal del Camino nach Molinaseca

Später kommen Jaron, der Belgier, den ich in Frómista das erste Mal gesehen habe, und Emelia aus Australien hinzu, die in England studiert.

Emelia kannte ich zuvor noch nicht. Ich sehe sie heute zum ersten Mal auf dem Camino.


🏃‍♂️Schritte: 37607

🏡Übernachtung: Albergue „Senor Oso“

💶Ausgaben:

13,00 € – Übernachtung
7,70 € – Kaffee, 2x Eis, Cola

👀Distanz bis Santiago: 212 km


Bildergalerie – von Rabanal del Camino bis Molinaseca

Auf dem Weg von Rabanal del Camino bis Molinaseca wechseln sich ruhige Natur, historische Bauwerke und die Vorfreude auf das nächste Abenteuer ab. Hier findest du einige Momentaufnahmen dieser besonderen Etappe.

Historische Kirche in Molinaseca vor den Hügeln von El Bierzo
Kirche von Molinaseca

Wissenswertes über das Cruz de Ferro🧑‍🎓

Das Cruz de Ferro ist mit rund 1.500 Metern Höhe einer der bekanntesten und symbolträchtigsten Orte auf dem Camino Francés. Das schlichte Eisenkreuz auf einem langen Holzpfahl steht auf einem gewaltigen Steinhügel, der über viele Jahrhunderte von Pilgern entstanden ist.

Cruz de Ferro mit Pilgersteinen am Camino Francés
Cruz de Ferro

Eine alte Pilgertradition besagt, dass jeder Wanderer einen kleinen Stein von zu Hause mitbringt. Am Cruz de Ferro wird dieser Stein am Fuß des Kreuzes abgelegt. Er steht symbolisch für Sorgen, Ängste, Belastungen oder einen Lebensabschnitt, den man hinter sich lassen möchte.

Viele Pilger verbinden diesen Moment mit einem stillen Gebet oder einer persönlichen Bitte. Andere verweilen einfach für einige Minuten in der Stille und genießen die besondere Atmosphäre dieses Ortes.

Der Brauch reicht vermutlich bis in vorchristliche Zeit zurück. Schon lange bevor der Jakobsweg entstand, galt dieser Bergpass als besonderer Ort. Mit der Zeit übernahm die christliche Pilgertradition diesen Platz und machte das Eisenkreuz zu einem Symbol für Hoffnung, Loslassen und einen Neuanfang.

Heute legen jedes Jahr Tausende Pilger ihren mitgebrachten Stein am Cruz de Ferro ab. So wächst der Steinhügel seit Jahrhunderten weiter und erzählt die Geschichten unzähliger Menschen, die hier einen Teil ihrer Last zurückgelassen haben.


Warum ein wenig Spanisch zu sprechen sich immer lohnt 🏆

Pilger aus verschiedenen Ländern unterhalten sich fröhlich unterwegs
Sprache schafft Nähe – auch mit wenigen Worten.

Wenn dich Spanien begeistert und du die Sprache besser verstehen oder sogar selbst sprechen möchtest, kann es sich lohnen, frühzeitig mit dem Lernen zu beginnen.

Schon grundlegende Spanischkenntnisse können viele Begegnungen auf Reisen bereichern und den Alltag vor Ort deutlich erleichtern.

Gerade außerhalb der großen Städte wird nicht überall Englisch gesprochen. In kleineren Orten und Dörfern freuen sich viele Einheimische, wenn Besucher zumindest einige Worte Spanisch sprechen können. Oft öffnen bereits ein paar einfache Sätze Türen für interessante Gespräche, herzliche Begegnungen und authentische Einblicke in die Kultur.

Man wird häufig anders wahrgenommen als der typische Tourist und erlebt das Land auf eine persönlichere Weise.

Eine interessante Möglichkeit dafür bietet das Sprachenlernprogramm Sprachenlernen24. Es eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene und vermittelt systematisch Wortschatz, Aussprache und wichtige Redewendungen für den Alltag, Reisen und Gespräche mit Einheimischen.

👉 Hier findest du weitere Informationen zum Programm


Weitere Etappen meiner Reise 🗺️

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Inspirationen für deinen eigenen Jakobsweg?

Eine Pilgerreise verändert oft mehr als nur den Blick auf die Landschaft. Wer sich näher mit den Erfahrungen und Erkenntnissen des Jakobswegs beschäftigen möchte, kann von den Geschichten und Erlebnissen anderer Pilger wertvolle Impulse für den eigenen Weg mitnehmen.

Besonders interessant fand ich das E-Book „Bewusst auf dem Jakobsweg“ von Christoph Hermann. Darin teilt er seine Erfahrungen auf über 2.900 Kilometern Pilgerweg und gibt zahlreiche Impulse für Menschen, die sich auf den Weg machen möchten – sei es körperlich, mental oder spirituell.

👉Hier kannst du mehr darüber erfahren: „Einfach bewusst auf dem Jakobsweg – 2904 km, 108 Tage, 4 Länder“

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