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Mein Jakobsweg 2023-2024

52. Tag auf dem Jakobsweg – Etappe Epagny bis Dijon 👁️

Von Épagny bis Dijon

🌄 Dieser Tag auf meinem Weg

Heute wartet ein Ziel auf mich, auf das ich mich schon länger freue: Dijon! Voller Elan starte ich am Morgen – vielleicht sogar mit etwas zu viel davon. Über Messigny-et-Vantoux und Ahuy nähere ich mich der Stadt, bis sich mir schließlich ein gewaltiger Ausblick über Dijon eröffnet, der Erinnerungen an meine Zeit mit Silke in Antalya weckt. Nach über 33.000 Schritten bin ich am Abend einfach nur froh, angekommen zu sein.

Zeit: 08:50 Uhr – Dijon wird angesteuert

Es ist 08:50 Uhr am Morgen.

Ich starte.

Es ist alles gepackt. Das Zelt ist abgebaut und gefrühstückt habe ich auch schon.

Es gab Haferflockenbrei mit Leinöl, Apfelstücken und dazu Aprikosenmarmelade.

Lecker war es.

Ich freue mich auf den heutigen Tag.

Dijon wird heute angesteuert.

Yuppieeee.

LET’S DO IT 🤙

Zeit: 09:30 Uhr – Zu viel Elan am Morgen

Etwas ist mir in den Rücken gefahren.

Bin super gestartet. Aber dann.

Ich mache eine Pause.

Ich glaube, ich bin zu hastig gestartet und habe dem Körper zu wenig Zeit gegeben, um gut warm zu werden.

Scheiße!

Zu viel Elan und das gleich am Morgen ist keine soooo gute Idee. 🥺

Zeit: 10:30 Uhr – Messigny-et-Vantoux

Ich erreiche Messigny-et-Vantoux.

Zeit: 11:39 Uhr – Eine nette Begegnung

Ich mache schon seit 10 Minuten eine Pause.

Ich bin außerhalb von Messigny-et-Vantoux irgendwo im Wald an einem alten, nicht mehr bewohnten Anwesen.

In Messigny bin ich an der Bäckerei mit ein paar Engländern ins Gespräch gekommen.

Sie sind vor einem Jahr von England hierher nach Messigny in Frankreich gezogen.

Es war ein echt sehr nettes und freundliches Gespräch.

Das erfreute mich sehr. 🤗

Zeit: 13:00 Uhr – Dijon kommt näher🎁

Ich bin kurz vor Ahuy.

Ich mache wieder eine Pause.

Aktuell bin ich bisher 12 km gelaufen.

Heute ist es auch heiß.

Der Himmel ist blau.

Hier im Schatten, wo ich bin, weht gelegentlich der Wind. So fühlt es sich angenehm an, mit dem Wind.

Dijon ist nicht mehr soooo weit.

Wahrscheinlich um die 4 km.

Zum Tourismusbüro werde ich es deshalb schaffen.

Ich möchte auf jeden Fall heute duschen.

Ich bin gespannt, was mich in der Stadt erwartet.

Zeit: 14:42 Uhr – Dijon erreicht

Ich erreiche Dijon und befinde mich am Stadtrand.

Bis in die Innenstadt sind gefühlt 2 bis 3 km.

Vielleicht mehr?

Ich weiß es nicht genau. 🤨

Zeit: 15:27 Uhr – Ein gewaltiger Ausblick über Dijon

Ich erreiche ein Plateau mit einer wunderschönen Aussicht über ganz Dijon.

Einfach nur gewaltig, dieser Ausblick.

Erinnert mich an die Türkei, als ich und Silke in Antalya waren.

Da waren wir auch auf einem Plateau mit einem herrlichen Ausblick über die ganze Stadt.

Man kann von hier aus richtig weit schauen.

Grandios.

Das Wetter ist weiterhin sehr sonnig.

Zeit: 17:04 Uhr – Am See von Dijon

Ich sitze am See von Dijon.

Der Wind weht ein bisschen.

Im Schatten der Bäume ist es zum Glück frisch.

Es fühlt sich angenehm an.

Ich bin echt müde.

Meine Füße brennen vor Hitze.

Vom Laufen?

Ich weiß es nicht.

Bestimmt!

Ich schaue auf den See hinaus.

Entspanne mich.

Bin einfach nur froh, hier zu sein.

Zeit: 18:06 Uhr – Der Campingplatz ist näher

Ich bin soeben am Campingplatz gelandet.

Der Platz war einfach näher als die ganzen Pilgerherbergen, die es hier im Umkreis gibt.

Zum Tourismusbüro habe ich nicht mehr gehen wollen.

Noch weitere Kilometer wollte ich mir einfach nicht antun.

Jeder Zentimeter ist einer zu viel.

Deshalb der Campingplatz, der eh direkt auf meiner Route ist.

Zudem ist dieser Platz günstiger als die Pilgerherbergen selbst, sah ich im Internet. 😁

Zeit: 21:27 Uhr – Ein schöner Abschluss des Tages

Ich habe mit Odi telefoniert.

Endlich habe ich sie nach langer Zeit erreicht. 😇

Das hat echt lange gedauert, bis ich sie erreichte.

Gestern bekam ich ja das Zeichen, dass es jetzt funktionieren könnte.

Also wagte ich es.

Geduscht habe ich auch und mir zum Abendessen Speck und Ei zubereitet.

Gewaltig einfach.

Schmeckte gut.

Hier auf dem Platz sind viele Deutsche oder Holländer, fällt mir auf.

Aber na ja, irgendwie auch logisch.

Sind ja auch Nachbarn!

Aber wo sind die Belgier oder Österreicher?

Von denen sah ich bisher keine in Frankreich!

Beim Imbiss am Campingplatz gönne ich mir noch zwei kleine Biere – zum Abschluss des Tages.

Zu irgendeinem Gespräch mit den Campern kommt es nicht. 😔

Tagesbilanz

KategorieTag 52
StartÉpagny
ZielDijon
UnterwegsMessigny-et-Vantoux, Ahuy
Schritte33.488
ÜbernachtungCampingplatz
Ausgaben26,67 €
Distanz bis Le Puy447 km
Wetterheiß, sonnig und blauer Himmel
Besonderer Momentwunderschöner Ausblick über Dijon
Erinnerunggemeinsamer Aufenthalt mit Silke in Antalya
AbendessenSpeck und Ei

Fazit des Tages

Dijon ist erreicht.

Am Morgen war die Vorfreude riesig: „Yuppieeee. LET’S DO IT.“ Doch schon kurz nach dem Start erinnerte mich mein Rücken daran, dass zu viel Elan manchmal auch zu viel sein kann.

Danach lief es weiter. Über Messigny-et-Vantoux und Ahuy kam ich meinem nächsten Zwischenziel immer näher.

Besonders blieb mir der Ausblick über Dijon in Erinnerung.

Er brachte mich gedanklich zurück nach Antalya und zu Silke. Solche Momente entstehen unterwegs manchmal ganz plötzlich: Man steht an einem völlig anderen Ort und ist mit seinen Gedanken doch für einen Augenblick wieder irgendwo in der Vergangenheit.

Später am See waren meine Füße heiß und ich einfach nur müde. Das Tourismusbüro und die Pilgerherbergen waren mir in diesem Moment ziemlich egal.

Jeder zusätzliche Zentimeter wäre einer zu viel gewesen.

Also wurde es der Campingplatz direkt an meiner Route – mit Dusche, Speck und Ei, zwei kleinen Bier und endlich auch einem Telefonat mit Odi.

33.488 Schritte liegen hinter mir. Dijon ist geschafft – und bis Le Puy sind es noch 447 Kilometer. 🥾🇫🇷

Buen Camino


Bilder des Tages 📸

Die Bilder des Tages zeigen einige ausgewählte Eindrücke dieser Etappe – vor allem die weiten Landschaften und Wege auf meinem Weg nach Dijon, aber auch erste Ansichten der Stadt und den weiten Blick über Dijon, der diesen Tag für mich besonders machte.

💡 Gut zu wissen – Dijon

Dijon ist die Hauptstadt der Region Bourgogne-Franche-Comté und war einst die Hauptstadt der mächtigen Herzöge von Burgund. Besonders sehenswert ist die historische Altstadt mit ihren mittelalterlichen Gassen, Fachwerkhäusern und dem Palast der Herzöge von Burgund. Teile des historischen Zentrums gehören im Zusammenhang mit den Weinbaugebieten Burgunds zum UNESCO-Welterbe.

Ein Wahrzeichen der Stadt ist die kleine steinerne Eule an der Kirche Notre-Dame. Ein ausgeschilderter Eulen-Rundweg führt in 22 Stationen durch die Altstadt. Und natürlich ist Dijon weit über Frankreich hinaus für seine kulinarische Tradition bekannt – allen voran für Dijon-Senf, aber auch für Crème de Cassis und Lebkuchen.


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Eine Antwort auf „52. Tag auf dem Jakobsweg – Etappe Epagny bis Dijon 👁️“

„Ich bin immer bei dir.“
Oft erfüllt der Mensch, das, was er (selbst) will und ist auch erfolgreich.
Stimmt es überein mit dem Willen Gottes?
Ob ich (persönlich) es tue?
Warum (dann) verlässt mit die Kraft und ich bin nicht wie früher (wie mit vierzig)?
Darum, das ich (doch) nicht willen Gottes getan habe, sondern das, was ich von der Welt übernahm und jetzt, das sind die Volgen. (so wie Pflegen, Gießen und sorgen) lebenslang.
Oft lebt der Mensch nicht sein Leben, sondern von jemand anderen, der schon war oder ist jetz. Sein (eigenes) aber, – (der Mensch) verpasst.
Wichtig ist es, daß jeder sich in diesem Leben ( sein persönlichen Weg) findet.

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