Heute ist ein Pausentag
🌄 Dieser Tag auf meinem Weg
Heute bleiben die Wanderschuhe weitgehend stehen. Nach den anstrengenden und ereignisreichen vergangenen Tagen brauche ich vor allem eines: Ruhe und ordentlich etwas zu essen. Gleichzeitig heißt es Abschied nehmen von Carolin und der Pilgergruppe, mit der ich einige besondere Tage erlebt habe. Nach vielen Gesprächen in Französisch, Englisch und Deutsch endet dieses kleine gemeinsame Kapitel – vielleicht bis zu einem Kaffee irgendwann in Straßburg. ☕🥾
14:09 Uhr – Heute brauche ich eine Pause 😴
Es ist 14:09 Uhr.
Ich habe für heute beschlossen, einen Tag auszuruhen und mir Zeit zu nehmen, um viel zu essen.
Und ich bin völlig ausgehungert, habe ich den Eindruck.
Ich brauche einfach mal wieder eine Pause für mich und mein persönliches Wohlbefinden.
Die letzten Tage waren spektakulär und auch anstrengend.
Es gab viele Eindrücke und viele tolle Gespräche.
Dennoch war es insgesamt eine positive Erfahrung und ich konnte viel lernen im Bereich der französischen Sprache.
Ein Dankeschön an Carolin
Ich danke Carolin für ihre großartige Mühe im Bereich der Übersetzung zwischen Deutsch, Englisch und Französisch.
Denn es war auch nicht einfach.
Carolin war ja auch die Einzige, die gut Englisch und sogar etwas Deutsch sprechen konnte.
Die restlichen Gruppenmitglieder leider nicht.
Also wurde logischerweise auch viel auf Französisch gesprochen.
Carolin versuchte, soweit es geht, das eine oder andere ins Deutsche zu übersetzen.
Ich danke ihr von Herzen.
Sie hat einen super Job gemacht.
Ein letztes gemeinsames Frühstück
Heute Morgen haben wir noch ein letztes Mal gefrühstückt und uns danach verabschiedet.
Wir haben uns umarmt und die Möglichkeit offengelassen, uns irgendwann auf die eine oder andere Tasse Kaffee in Straßburg wiederzusehen.
Heute steht das Essen im Mittelpunkt
Nach den vergangenen Etappen merke ich deutlich, dass mein Körper eine Pause braucht.
Gestern hatte ich bereits kurz nach unserem gemeinsamen Abendessen wieder Hunger. Heute möchte ich deshalb bewusst nicht weiterlaufen.
Ausruhen. Essen. Neue Energie sammeln.
Mehr muss heute gar nicht passieren.
Tagesbilanz
| Kategorie | Tag 104 |
|---|---|
| 📍 Ort | Nasbinals |
| 🛑 Tag | Ruhetag |
| 🏡 Übernachtung | Gîte |
| 💶 Ausgaben | 54,72 € |
| 🍽️ Wichtigstes Ziel | viel essen und Energie auffüllen |
| 😴 Körper | erschöpft und ausgehungert |
| 🇫🇷 Rückblick | viel Französisch gehört und gelernt |
| 🤗 Besonderer Moment | Abschied von Carolin und der Pilgergruppe |
| ☕ Vielleicht irgendwann | Wiedersehen in Straßburg |
Fazit des Tages
Manchmal ist ein Ruhetag auf dem Jakobsweg genauso wichtig wie eine lange Etappe.
Die vergangenen Tage waren intensiv. Viele Kilometer, spektakuläre Landschaften und vor allem viele Begegnungen und Gespräche.
Heute merke ich:
Ich brauche eine Pause. Und ich brauche Essen.
Gleichzeitig endet heute auch ein kleines Kapitel meines Weges.
Das gemeinsame Frühstück mit Carolin und den anderen, die Gespräche und das ständige Wechseln zwischen Französisch, Englisch und Deutsch haben die vergangenen Tage geprägt. Besonders Carolin hat sich viel Mühe gegeben, immer wieder zu übersetzen und damit eine Verbindung zwischen uns allen herzustellen.
Heute Morgen folgte die Umarmung zum Abschied.
Wie so oft auf dem Jakobsweg weiß man nicht, ob und wann man sich wiedersehen wird.
Vielleicht tatsächlich irgendwann bei einer Tasse Kaffee in Straßburg.
Für heute heißt es aber erst einmal: essen, ausruhen und neue Kraft sammeln. 😴🍽️🥾
Buen Camino
Bild des Tages📸
Das einzige Bild des Tages passt eigentlich perfekt zu meinem heutigen Ruhetag: Es zeigt die Lebensmittel, die ich mir ganz bewusst gekauft habe, nachdem ich in den vergangenen Tagen viel unterwegs war, zahlreiche Eindrücke und Gespräche hatte und dabei offenbar zu wenig auf meinen eigenen Körper gehört hatte.
Heute stand deshalb nur eines im Mittelpunkt: gut essen, ausruhen, nachdenken, ein paar Dinge aufschreiben und endlich wieder etwas mehr Zeit für mich selbst haben. 🍽️😴🥾

💡 Gut zu wissen: Nasbinals – Pilgerort mitten im Aubrac
Nasbinals liegt auf rund 1.180 Metern Höhe mitten auf dem Hochplateau des Aubrac und ist eine bekannte Station auf der Via Podiensis beziehungsweise dem GR 65 nach Santiago de Compostela. Die karge, weite Landschaft, die ich bereits auf meiner Etappe hierher erlebt hatte, ist typisch für diese besondere Region.
Im Zentrum des Ortes steht die romanische Kirche Sainte-Marie, die im 11. und 12. Jahrhundert entstand und heute als historisches Monument geschützt ist. Besonders auffällig ist ihr achteckiger Glockenturm. An einer Außenwand befindet sich außerdem eine auf das Jahr 1500 datierte Sonnenuhr, die zu den ältesten im Département Lozère gehört.
Nasbinals war für Pilger auch historisch ein interessanter Knotenpunkt: Von hier führte der Weg nicht ausschließlich auf der heutigen Route des GR 65 weiter. Manche Reisende zogen auch auf anderen historischen Wegen weiter nach Süden. Noch heute durchqueren jedes Jahr zahlreiche Santiago-Pilger den kleinen Ort.
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