Etappe von Atapuerca nach Burgos
Ein paar Gedanken zum Vortag💭
Auf der Etappe von Atapuerca nach Burgos ist es 13:40 Uhr. Ich bin gerade kurz vor Burgos. Ich freue mich sehr darüber. 🌞
Um genau zu sein, bin ich noch etwa zwei Stunden von meiner Albergue in Burgos entfernt. Ich sitze in einer kleinen Vorstadt in einem Café und notiere einige Gedanken.
„Den Wein von gestern habe ich nicht voll austrinken können. Ich konnte nicht. Die Schweizer wollten nichts trinken und ich wollte nicht alles alleine trinken.“
Heute wird Zoe im Hostel La Plazuela Verde von gestern ankommen. Vielleicht möchte sie am Abend noch etwas vom Wein genießen? Denkt es mir durch den Kopf. Das bleibt aber jedem selbst überlassen.
Wie dem auch sei, ich habe die halbe Weinflasche in der Albergue zurückgelassen. Man kann sie trinken oder wegkippen. Die Chance, auf die erfolgreiche Etappe etwas anzustoßen, bleibt aber bestehen.
Unser Zuhause ist der Weg – Gedanken auf der Etappe von Atapuerca nach Burgos
Die Nacht im Hostel selbst war in Ordnung. Es war aber nicht der ultimative Traumschlaf, den man sich nach einer langen Etappe wünscht, aber auch nicht wirklich so schlecht.
Heute Morgen habe ich mich dann entschieden, zeitig aufzubrechen. Nicht zu früh, aber auch nicht zu spät. Die Zeit war zwischen 8 und 9 Uhr.
Die Unterkunft war zwar wirklich großartig und lädt zum Verweilen ein, nichtsdestotrotz musste ich mich entscheiden, weiterzuziehen. Ich muss es. Es bleibt einem keine andere Wahl. Wir Pilger müssen weiterziehen.
Unser Zuhause ist derzeit der Weg. Der Weg nach Santiago.
Zudem ist es einfach zu früh, um wieder einen Pausentag einzulegen. Seit der letzten Pause ist noch nicht einmal eine Woche vergangen und ich bin auch nicht soooo erschöpft, dass es unbedingt nötig wäre.
Deshalb fiel mir die Entscheidung nicht besonders schwer.
Ich habe die Sachen gepackt und bin weitergezogen.
Das Wetter ist heute zwar insgesamt sonniger, aber gleichzeitig auch richtig winterlich. Der Wind pfeift gefühlt durch jede Ritze, die er findet. 🌬️
Der Winter ist auch im vermeintlich sonnigen Spanien sehr präsent und zeigt sich von seiner besten Seite. Ich spüre ihn deutlich und ohne Zweifel.
Es ist winterlich kalt, teilweise frostig, und es zieht aus allen Ecken.
Ich denke jedoch, dass ich für den Kampf gegen den spanischen Winter insgesamt recht gut aufgestellt bin. Also, ich hoffe es zumindest.
Am Abend nach der Etappe von Atapuerca nach Burgos
Es ist 21:46 Uhr. Ich liege gemütlich und frisch geduscht in meiner Koje in der Albergue von Burgos und ruhe mich aus.
Die Nacht kostet 10 Euro.
Die Albergue ist riesig, sehr gepflegt und sauber. In den Informationen habe ich gelesen, dass es hier 160 Betten gibt.
Ich treffe hier wieder Ken, José, Stella und Luka. Man freut sich, ich freue mich, wieder bekannte Gesichter zu sehen.
Später lerne ich noch Christiana kennen, eine ältere Dame aus Norddeutschland, die mit dem Fahrrad auf dem Camino unterwegs ist.
Wir kommen schnell in ein gemeinsames Gespräch.
Christiana fragt mich, ob ich noch zum Abendessen ausgehen möchte.
Ehrlich gesagt nicht, antwortete ich. Ich wollte weder in der Stadt essen noch weiteres Geld ausgeben.
Christiana aus Norddeutschland hat noch etwas Pasta, Bohnen und Tomatensauce. Ich habe noch eine Tomate und etwas Käse, die ich aufbrauchen wollte.
Wir beschließen, uns um 19 Uhr im Speisesaal der Albergue zu treffen und gemeinsam eine Kleinigkeit zu essen. Wir unterhielten uns gut. Es war ein angenehmes, aufgeschlossenes, herzliches Gespräch.😊
🏃♂️Schritte: 34247
🏡Übernachtung: Albergue municipal
💶Ausgaben:
10,00 € – Übernachtung
13,30 € – Bar, Snack
2,80 € – Café
1,00 € – Getränk (Bier)
5,85 € – Getränk (Ginger, Eiweiß)
Gesamtbetrag: 32,95 €
Gut zu wissen 🧑🎓
Die Ankunft in Burgos zählt für viele Pilger zu den Höhepunkten auf dem Camino Francés. Besonders beeindruckend ist die Kathedrale von Burgos, die zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken Europas gehört und als UNESCO-Welterbe bekannt ist.

Nach den eher ländlich geprägten Etappen rund um Atapuerca wirkt Burgos für viele Pilger wie der erste große kulturelle Höhepunkt ihrer Reise.
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