Dritter Tag in Saint-Jean-Pied-de-Port
🌄 Dieser Tag auf meinem Weg
Noch einmal heißt es für mich: ausruhen und Kräfte sammeln. Meinem Hals geht es bereits besser und auch die Nacht hat mir gutgetan. Statt Kilometern stehen heute Gemeinschaft und gutes Essen im Mittelpunkt. Giom kocht für uns, wir sitzen zusammen und im Gîte kommen immer wieder neue Pilger an. Während ich schon einen langen Weg hinter mir habe, stehen einige von ihnen gerade erst am Anfang ihres Camino.
Eine zufriedene Nacht liegt hinter mir 🌃🌘🌙
Es ist 08:40 Uhr
Meinem Hals geht es heute besser. Die Nacht habe ich soweit gut geschlafen. Zwar mit kleinen Unterbrechungen, aber insgesamt war die heutige Nacht recht gut und zufriedenstellend.
„Ich konnte mich weiter erholen. Das ist im Moment für mich das Allerwichtigste.“
Gemeinsames Mittagessen im Gîte (Albergue)🍲
Zeit: 13:30 Uhr
Wir essen gemeinsam.
Giom hat uns einen schönen, frischen Eintopf zubereitet. Als Vorspeise gibt es einen Salat und dazu einen guten Bio-Wein.
„Ein gemeinsames Essen macht einen Ruhetag gleich noch ein Stück schöner.“

Neue Pilger vor dem Aufbruch nach Spanien
Zeit: 21:15 Uhr
Lim und Gim aus Korea sind angekommen. Außerdem treffen zwei weitere Koreaner ein, die sich ebenfalls auf den Weg nach Santiago de Compostela machen.
Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern auf dem Jakobsweg zusammenfinden.
Tagesbilanz
| Kategorie | Tag 139 |
|---|---|
| 📍 Ort | Saint-Jean-Pied-de-Port |
| 🧘 Tag | dritter Tag / Ruhetag |
| 🙂 Befinden | Hals deutlich besser |
| 😴 Schlaf | gut, mit kleinen Unterbrechungen |
| 🍲 Gemeinsames Essen | frischer Eintopf von Giom, Salat und Bio-Wein |
| 🤝 Neue Begegnungen | Lim, Gim und weitere Pilger aus Korea |
| 🏡 Übernachtung | Gîte Communal |
| 🛏️ Gîte | 12,00 € |
| 🍲 Suppe | 10,00 € |
| 🛒 Carrefour | 7,97 € |
| 🥬 Bioladen | 12,56 € |
| 💊 Apotheke | 7,30 € |
| 💶 Ausgaben gesamt | 49,83 € |
Fazit des Tages
Auch heute musste ich noch keine Kilometer machen.
Und vielleicht war genau das richtig.
Meinem Hals ging es bereits besser, ich hatte ordentlich geschlafen und konnte meinem Körper noch einmal Zeit geben, sich zu erholen. Nach all den vergangenen Etappen fühlte sich dieser zusätzliche ruhige Tag in Saint-Jean-Pied-de-Port deshalb nicht verschwendet an.
Besonders schön war das gemeinsame Essen.
Giom kochte einen frischen Eintopf, dazu gab es Salat und einen Bio-Wein. Einfach zusammensitzen, essen und den Tag ruhig angehen lassen – manchmal braucht es nicht mehr.
Gleichzeitig kamen mit Lim, Gim und zwei weiteren Koreanern wieder neue Pilger im Gîte an.
Das fand ich besonders interessant: Während ich bereits 139 Tage unterwegs bin, beginnt für andere Menschen hier in Saint-Jean-Pied-de-Port ihr ganz eigener Jakobsweg erst.
Für mich heißt es dagegen bald Abschied nehmen von Frankreich.
Die Pyrenäen und Spanien warten. 🥾🏔️🇪🇸
Buen Camino
Bilder des Tages 📸
Zwischen Vorfreude und Aufbruch verbrachte ich ein paar Tage in Saint-Jean-Pied-de-Port. Gemeinsam mit meinen Pilgerfreunden erkundete ich die historischen Gassen und genoss die besondere Stimmung dieses berühmten Pilgerortes.
Diese Bilder halten einige dieser schönen Momente fest.📸

Interessanter Fakt
Saint-Jean-Pied-de-Port liegt am Fuß der Pyrenäen und ist für viele Pilger der klassische Ausgangspunkt des Camino Francés. Die befestigte Stadt gehört mitunter zu den schönsten historischen Orten entlang des gesamten Jakobswegs.
Von den Stadtmauern eröffnet sich ein weiter Blick auf die umliegende Berglandschaft. Genau diese Aussicht nutzen viele Pilger, um sich mental auf die erste (oder nächste) große Herausforderung vorzubereiten – also die Überquerung der Pyrenäen bis nach Roncesvalles in Spanien.







Wissenswertes zur Zitadelle
Die Zitadelle von St.-Jean-Pied-de-Port verfügt über mehrere Tore und Zugänge, die Teil ihres ausgeklügelten Verteidigungssystems waren. Die mächtigen Mauern, Bastionen und Tore schützten die Grenzstadt über Jahrhunderte vor Angriffen. Heute laden die Wege rund um die Festungsanlage zu einem entspannten Rundgang ein.
Pilger auf dem Camino Francés genießen hier die ruhige Atmosphäre und die schöne Aussicht über die Stadt und die Ausläufer der Pyrenäen.

Wissenswertes zur Brücke🧑🎓
Die Brücke führt über den ehemaligen Festungsgraben direkt zum Hauptportal der Zitadelle von St.-Jean-Pied-de-Port. An ihrer Stelle befand sich einst eine Zugbrücke, die im Verteidigungsfall den Zugang zur Festung erschwerte.
Die Zitadelle wacht seit Jahrhunderten über den wichtigen Pyrenäenübergang und spielte eine bedeutende Rolle bei der Sicherung der französisch-spanischen Grenze. Aufgrund ihrer strategischen Lage wurde sie mehrfach ausgebaut und im 17. Jahrhundert nach den Plänen des berühmten Festungsbaumeisters Vauban modernisiert.
Heute zählt die Zitadelle zu den schönsten Aussichtspunkten der Region. Von den Festungsanlagen eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die mittelalterliche Pilgerstadt S.t-Jean-Pied-de-Port und die umliegenden Pyrenäen.
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