Ruhetag in Limogne-en-Quercy
🌄 Dieser Tag auf meinem Weg
Nach dem Dauerregen und dem Schuh-Drama von gestern ist heute erst einmal Ruhe angesagt. Viel passiert nicht – und das ist auch gut so. Ich erhole mich, denke über die kommenden Tage nach und muss vor allem herausfinden, ob ich mit meinen neuen und gleichzeitig schon kaputten Schuhen überhaupt vernünftig weiterlaufen kann.
13:04 Uhr – Erst einmal ausruhen
Es ist 13:04 Uhr. Ich ruhe mich heute aus und denke über die nächsten Tage nach.
Für morgen habe ich schon eine Unterkunft im Kloster reserviert. Es sind 16 Kilometer von hier aus zu laufen.
Es ist zwar nicht so viel, aber ich möchte mal schauen, wie ich mit den neuen und gleichzeitig kaputten Schuhen laufe.
Die Schuhsohle ist durch die Hitze eingegangen. Das Schuhprofil steht jetzt ein klein wenig außen.
Scheiße gelaufen, meine Schnelltrocken-Aktion.
Schuhe kaputt.
So schnell kann es gehen.
Das hätte ich nicht gedacht, dass so etwas überhaupt passieren kann.
Jetzt habe ich wieder was Neues dazugelernt.
Wenigstens darüber kann ich mich freuen.😊
Ich merke mir für die Zukunft:
Lege niemals neue Schuhe auf einen heißen Ofen. Das könnte nach hinten losgehen. 👆
Ein ruhiger Tag vor dem nächsten Versuch
Mehr gibt es heute eigentlich gar nicht zu erzählen.
Nach den vergangenen Tagen tut die Ruhe gut. Gleichzeitig bleibt natürlich die Frage im Kopf, wie sich die beschädigten Schuhe morgen auf dem Weg verhalten werden.
Die nächste Etappe ist mit rund 16 Kilometern bewusst überschaubar. Danach werde ich wahrscheinlich besser einschätzen können, ob es mit den Schuhen weitergehen kann.
Und die Hoffnung auf eine Reparatur in Cahors ist ja auch noch nicht ganz vom Tisch.
Tagesbilanz
| Kategorie | Tag 113 |
|---|---|
| 😴 Tag | Ruhetag in Limogne-en-Quercy |
| 🏡 Übernachtung | Campingplatz – Mobile Home |
| 👟 Schuhe | Sohle durch Hitze beschädigt |
| 🥾 Plan für morgen | etwa 16 km bis zur reservierten Klosterunterkunft |
| 🛏️ Übernachtung | 50,22 € |
| 🛒 Supermarkt | 23,84 € |
| 💶 Gesamtausgaben | 74,06 € |
Fazit des Tages
Manchmal besteht ein Tag auf dem Jakobsweg eben einfach darin, nichts zu tun und nachzudenken.
Gestern wollte ich wegen der kaputten Schuhe noch alles hinschmeißen. Heute sieht es schon wieder ein klein wenig anders aus. Morgen probiere ich erst einmal aus, wie sich die Schuhe auf einer kurzen Etappe verhalten.
Und eine Lektion dieses Ruhetages werde ich vermutlich nicht mehr vergessen:
Neue Schuhe und ein heißer Ofen sind keine besonders gute Kombination. 😅👟🔥
Buen Camino
💡 Gut zu wissen
Limogne-en-Quercy
Limogne-en-Quercy liegt mitten in der typischen Kalklandschaft der Causses du Quercy und direkt am französischen Jakobsweg GR65. Rund um den Ort prägen alte Steinhäuser, Trockensteinmauern, Brunnen und kleine Steinhütten die Landschaft.

Besonders interessant sind die zahlreichen Dolmen in der Umgebung. Diese vorgeschichtlichen Grabanlagen sind teilweise mehr als 5.000 Jahre alt. Das Département Lot besitzt mit über 600 bekannten Dolmen eine der größten Konzentrationen Frankreichs – und gerade rund um Limogne lassen sich besonders viele davon entdecken.
Bekannt ist Limogne außerdem für die schwarze Trüffel des Quercy. Im Winter findet hier ein eigener Trüffelmarkt statt.
Auch die traditionellen Caselles und Gariottes gehören zur Region. Diese kleinen Hütten wurden aus Kalksteinen ohne Mörtel errichtet und dienten unter anderem Hirten als Schutz oder zur Aufbewahrung landwirtschaftlicher Geräte.
So wirkt Limogne-en-Quercy zunächst vielleicht wie ein kleiner ruhiger Ort am Jakobsweg – tatsächlich steckt in der Landschaft rundherum aber eine Geschichte, die teilweise mehrere Jahrtausende zurückreicht.
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